Woher kommt unsere Tastaturbelegung?

Woher kommt unsere Tastaturbelegung?

Wie entstand eigentlich unsere gewohnte Tastaturbelegung? Und warum sind die Tasten der Tastatur nicht in der alphabetischen Reihenfolge angeordnet? Und überhaupt: Sind die Tastaturbelegungen auf der ganzen Welt die gleichen?

Erfahren Sie in diesem Blogartikel mehr über die Entstehung unserer Tastaturbelegung!

Der Ursprung der heutigen Tastaturbelegung

Die Tastaturbelegung wie wir sie heute kennen, geht auf Christopher Latham Sholes zurück. Damals wurde noch mit Schreibmaschinen geschrieben, welche die Buchstaben beim Tippen auf mechanischem Weg aufs Papier brachten. Der Grund für Sholes, die Tasten nicht alphabetisch anzuordnen, sondern in der Anordnung wie wir sie heute kennen, lag in der Tatsache begründet, dass sich die Haken der Schreibmaschine beim Tippen nicht verhaken sollten. So haben zum Beispiel die Buchstaben A und L oder S und P, die häufig in Kombination vorkommen, einen sehr großen Abstand.

tastaturbelegung_qwerty

Von C.L. Sholes – U.S. Patent No. 207,559, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4432202

Eingeführt wurde diese Tastaturbelegung bereits im Jahre 1868 und hat sich seitdem kaum verändert.

QWERTZ, QWERTY, AZERTY… was?!

Wenn man sich über das Thema der Tastaturbelegung informieren möchte, stößt man auf Ausdrücke wie QWERTZ, QWERTY oder AZERTY. Obwohl diese Worte wie Fantasienamen klingen, haben Sie doch eine logische Bedeutung:

QWERTZ, QWERTY und AZERTY geben jeweils die ersten sechs Buchstaben in der oberen Buchstabenreihe der Tastatur an. Das Tastaturlayout mit QWERTY als Abfolge der obersten Zeile entwickelte Sholes auf Basis einer statistischen Untersuchung von häufigen Buchstabenkombinationen der englischen Sprache. In Deutschland lautet die Abfolge QWERTZ. Sie unterscheidet sich nur geringfügig von Sholes‘ Original und ist für die Sprachen Mittel- und Osteuropas optimiert worden. Die AZERTY-Tastenfolge wurde für den Gebrauch von französischsprachigen Ländern entwickelt.

Dvorak als Alternative

„Die 1932 von einer Kommission unter August Dvorak und William Dealey entwickelte Dvorak-Tastaturbelegung hatte die Vorgabe, möglichst einfach erlernbar und schnell anwendbar zu sein. Dem Entwurf der Tastaturbelegung gingen dabei Untersuchungen der Buchstabenhäufigkeit und der Physiologie der Hände voraus.

Tastatur_dvorak

Von Satre5 aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12270791

Diese ergonomische Tastaturbelegung wurde auf Grundlage der folgenden Prinzipien entworfen:

  • Auf einer mechanischen Tastatur ist es leichter, Buchstaben zu tippen, wenn dabei die Hände abwechseln.
  • Die häufigsten Buchstaben und Buchstabenkombinationen sollten sich dort befinden, wo die Finger aufliegen.
  • Die selteneren Buchstaben sollten auf der unteren (der am schlechtesten zu erreichenden) Reihe liegen.
  • Die rechte Hand sollte, da die meisten Menschen Rechtshänder sind, mehr Tipparbeit verrichten.
  • Digraphe sollten nicht mit benachbarten Fingern geschrieben werden.
  • Die günstigste Fingerbewegung ist von außen nach innen.

Die Dvorak-Tastaturbelegung konnte sich aber nie durchsetzen, da nur wenige Menschen bereit waren umzulernen, die Industrie die QWERTZ-Tastaturbelegung als Standard verwendet und Textverarbeitungslehrer nur auf der herkömmlichen Tastatur ausbilden. 1984 gab es in den USA etwa 100.000 Benutzer dieser Tastaturbelegung. Sie hat trotzdem nichts von ihrem Sinn verloren, heute ist sie ISO-zertifiziert.“ (Wikipedia)

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